Geschichte

Von August 2010 bis Dezember 2012 war der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband NRW e.V. (DKSB LV NRW e.V.) Träger des Modellprojekts „geRECHT in NRW“, das vom Landschaftsverband Rheinland gefördert wurde. Das Ziel war, in den stationären Hilfen zur Erziehung Beteiligungs- und Beschwerdemöglichkeiten einzuführen. Grundlage dieser Arbeit war die UN-Kinderrechtskonvention. Das Team von geRECHT in NRW“ entwickelte eine externe Beschwerdeinstanz für Kinder und Jugendliche in der öffentlichen Erziehung. Dabei widmete sich das Modellprojekt folgenden Aufgaben:

  • Kinder und Jugendliche sowie weitere Interessierte über Kinderrechte zu informieren,
  • Kinder und Jugendliche bei der Umsetzung ihrer Rechte zu unterstützen, insbesondere wenn sie in einem Heim leben oder in einer Tagesgruppe betreut werden,
  • Kindern und Jugendlichen bei erlebten Ungerechtigkeiten und Rechtsverletzungen zu helfen, um zu ihrem Recht zu kommen,
  • Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen der Erziehungshilfe eine zusätzliche Möglichkeit der Beratung, Beschwerde und Unterstützung anzubieten – ergänzend zu den internen Beschwerdemanagements von Erziehungshilfeeinrichtungen.
  • Nach dem Ende des Projekts Ende 2012 gingen beim DKSB LV NRW e.V. zahlreiche Anfragen von Einrichtungen im stationären Jugendhilfebereich ein. Sie wünschten fachliche Beratung und Begleitung bei der Integration von Beteiligungs- und Beschwerdemöglichkeiten. In diesem Zusammenhang wurde deutlich, dass sich die Akteure aufgrund gesellschaftlicher, rechtlicher und fachpolitischer Entwicklungen intensiv mit den Themen Kinderrechte, Beteili-gung und Beschwerdestrukturen in der (teil-)stationären Erziehungshilfe befassen. Es stellen sich natürlich Fragen nach der konzeptionellen Verankerung, der Organisationsentwicklung und der praktischen Umsetzung im beruflichen Alltag – und dabei brauchen die Einrichtungen nach eigener Auffassung Beratung von außen. Auf dieser Grundlage ist die Idee entstanden, „geRECHT in NRW“ als Beratungsprojekt für Partizipations- und Beschwerdemöglichkeiten in den Einrichtungen der Erziehungshilfe weiterzuführen.