Eine unabhängige Beschwerdestelle

Auf Anfrage bietet „geRECHT in NRW“ Einrichtungen die Möglichkeit an, als externe Beschwerdestelle zu fungieren. Voraussetzung ist, dass Kinder und Jugendliche Beschwerden äußern.

Dies setzt vorab eine Analyse der konzeptionellen und institutionellen Bedingungen voraus, um die Möglichkeiten und Grenzen einer externen Beschwerdestelle auszuloten. Darauf bauen Vereinbarungen der Kooperation und die von „geRECHT in NRW“ zu erbringenden Leistungen auf. Im Rahmen eines Workshops werden mit den Einrichtungsleitungen sowie den Mitarbeiter/innen entsprechenden Abmachungen für den Prozess der Beschwerdebearbeitung erarbeitet.

Zielsetzung
Als externe Beschwerdestelle möchte „geRECHT in NRW“ die Rechte des Kindes in den Einrichtungen der Erziehungshilfe stärken. Im Rahmen dieser Tätigkeiten unterstützt „geRECHT in NRW“ die Kinder und Jugendlichen und handelt dabei im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention

In ihrer Rolle als externe Beschwerdestelle versteht sich „geRECHT in NRW“ als parteiliche Vertretung der Rechte von Kindern und Jugendlichen. Sie eröffnet ihnen die Möglichkeit, in einem eigenständigen Beschwerdeverfahren zu sagen, was sie stört, und so Veränderungen zu bewirken.

Zielgruppe
„geRECHT in NRW“ bietet Kindern und Jugendlichen, die in stationären Erziehungshilfeeinrichtungen leben, die Möglichkeit, Beschwerde, Kritik und Anregungen zu äußern, die sich auf das Alltagsleben in der Wohngruppe beziehen. Im Falle einer Beschwerde sind die Kinder und Jugendlichen selbst die Beschwerdeführer.

Arbeitsweise
Bei der Unterstützung der Ratsuchenden und der Umsetzung der Kinderrechte haben Beratung, Vermittlung und Verhandlung im Sinne von konstruktiver Konflikthandhabung Vorrang vor juristischen Schritten.

Freiwilligkeit und Transparenz
Die Kinder und Jugendlichen beauftragen die Beschwerdestelle „geRECHT in NRW“, sie zu unterstützen. Das Wichtigste bei der Arbeit der Beschwerdestelle ist, die Kinder und Jugendlichen in ihren Anliegen ernstzunehmen und das Beratungsverfahren transparent zu gestalten. Aktives Zuhören, Nachfragen, ausführliches Informieren sowie die Zustimmung der Betroffenen zu jedem weiteren Verfahrensschritt sind Elemente des Unterstützungsprozesses.

Kindeswohlgefährdung
Bei Verdacht auf eine akute Kindeswohlgefährdung werden die Mitarbeiter/innen der Beschwerdestelle für den wirksamen Schutz des Kindes, Jugendlichen eintreten und in Zusammenarbeit mit der kooperierenden Einrichtung ein Verfahren zum Kinderschutz (angelehnt an § 8a SGB VIII) entwickeln.

Dokumentation und Datenschutz

Die Beschwerden werden dokumentiert, ausgewertet und anschließend anonymisiert archiviert. Informationen der Betroffenen dürfen nur mit deren Einwilligung und in gesetzlich geregelten Ausnahmen preisgegeben werden.